Heilpilze- was ist das überhaupt?

Auch unter dem Begriff der Vitalpilze bekannt, erfreuen sich die Heilpilze einer sehr großen und immer weiterwachsenden Beliebtheit. Vor allem in den letzten Jahren greifen die Menschen vermehrt auf das natürliche Heilmittel zurück und auch die Forscher und Mediziner erkennen die positiven Wirkungen, welche von diesen ausgehen, an. Unterschiedliche Studien untersuchen aktuell die Wirkungsweisen der Pilze und konnten diesbezüglich bereits erste positive Ergebnisse liefern. Somit tragen diese unter anderem auch den Namen der medizinisch wirksamen Pilze, welche den Körper nicht nur dabei unterstützen sollen gesund zu bleiben, sondern auch gezielt für die Therapie bestimmter Symptome und Krankheiten zum Einsatz kommen. Denn, mit ihren Eigenschaften sollen die Pilze dazu in der Lage sein die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und das Immunsystem effektiv zu unterstützen. Dieses steht in dem direkten Zusammenhang mit der Entstehung bestimmter Krankheiten.

Die Heilkunde der Pilze, welche auch unter dem Namen „Mykotherapie“ bekannt ist, ist keinesfalls eine Erscheinung der modernen Welt. Seit mehreren tausend Jahren bedient sich zum Beispiel die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) der positiven Wirkstoffe der Pilze und heilt auch heute noch bestimmte Symptome und Krankheiten mit dem natürlichen Heilmittel.

Obwohl die TCM die positiven Wirkungen der Pilze bestätigen zu scheint, ist es dennoch eine wichtige und berechtigte Frage, wie sich die Pilze genau auf den Körper auswirken, welche Vorteile sie mit sich bringen und, welche Unterschiede zwischen den einzelnen Pilzen bestehen.

Was sind Heilpilze?

Wie der Name der Heilpilze bereits andeutet, handelt es sich bei diesen um natürliche Pilze, welche mit ihren Inhaltsstoffen dazu in der Lage sein sollen, Symptome zu lindern und Krankheiten zu heilen.

Unter den über 1,5 Millionen unterschiedlichen Pilzsorten, welche auf der Welt vermutet werden, stechen nur wenige mit ihrer positiven Auswirkung auf die Gesundheit hervor. Heilpilze:

  • stecken voller positiver Inhaltsstoffe.
  • unterstützen den Körper bezüglich der Heilung und Genesung.
  • helfen dem Immunsystem dabei, Krankheiten zu heilen und ihnen effektiv vorzubeugen.

Bekannt sind die Heilpilze in diesem Zusammenhang vor allem aus der Naturheilkunde:

  • Sibiriens
  • Chinas
  • Japans

Wofür werden sie verwendet?

Dass sich die Heilpilze einer so großen und immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen, liegt mitunter an der Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten. Das natürliche Heilmittel eignet sich nicht nur für einen Bereich des Körpers, sondern entfaltet seine positiven Wirkungen an nahezu allen Stellen. Allen Anwendungsbereichen vorausgesagt, eignen sich die Heilpilze zur:

  • Prophylaxe
  • Therapie

Tausende wertvolle Inhaltsstoffe, auf welche weiter unten genauer eingegangen wird, wirken sich positiv auf den gesamten menschlichen Organismus aus. Als sei dem nicht genug, sind die Wirkstoffe zudem dazu in der Lage, sich in ihren Wirkungen gegenseitig zu unterstützen. Sie agieren somit ganz getreu des Mottos: „Einer für alle, alle für einen.“

In ihrem Wechselspiel:

  • regen sie einige Reaktionen des Stoffwechsels an.
  • blockieren sie schädliche Prozesse.

Dadurch entsteht ein gutes, wichtiges und gesundes Gleichgewicht im Körper, was es den Krankheiten extrem schwer macht, sich in den Körper einzuschleichen, geschweige denn in diesem auszubreiten.

Doch, nun noch einmal zu der Frage, wo die Heilpilze ihre Anwendung finden:

Das Immunsystem
  • Täglich finden Schadstoffe über die Umwelt oder auch über die Nahrung ihren Weg in die Körper der Menschen.
  • Das Immunsystem wird durch Schadstoffe geschwächt und gerät somit in einen Teufelskreis (ein geschwächtes Immunsystem erleichtert weiteren Schadstoffen das Eindringen in den Organismus).
  • Die Heilpilze stärken und fördern das Immunsystem und hilft ihm dabei die Schadstoffe aus dem Körper zu entfernen und von ihm fernzuhalten.
  • Heilpilze stellen die Balance des Immunsystems wieder her und aktivieren somit die Selbstheilungskräfte des Körpers.
  • In dem Zusammenhang mit dem Immunsystem wirken sich Heilpilze auch positiv auf Allergien aus (der Körper reagiert in Form von Allergien auf die Schadstoffe).
Die Entgiftung
  • Der hohe Gehalt an Enzymen in den Heilpilzen sorgen für eine Aufspaltung der Giftstoffe.
  • Durch die Aufspaltung kann der Körper diese besser ausscheiden und somit den Körper entgiften.
  • Davon profitiert vor allem die Leber, auf welche es die Gift-, und Schadstoffe besonders abgesehen haben.
Die Entzündungen
  • Auch in dem Zusammenhang mit Entzündungen kommen die Heilpilze zum Einsatz.
  • Die in ihnen enthaltenen Triterpene bringen die wichtige antientzündliche Wirkung mit sich und helfen dem Körper dabei Entzündungen zu mindern und ihnen gezielt vorzubeugen. Davon profitiert der ganze Körper, da Entzündungen an der Wurzel der unterschiedlichsten Krankheiten im gesamten Körper stehen.
  • Dazu gesellen sich die antivirale, antibakterielle und fungizide Wirkungen der Triterpene.
Krebs
  • Heilpilze stehen im Verdacht, gegen Krebs helfen zu können. Die Forscher und Wissenschaftler schreiben den Heilpilzen diese Wirkung aus dem Grund zu, weil in diesen eine große Menge an Glykoprotein enthalten ist, Dieses soll eine antitumorale Wirkung aufweisen. Genauere Studien und somit verlässliche Ergebnisse stehen jedoch bislang noch aus.
Der gesamte Körper
  • Es scheint übertrieben, doch, wenn man es genau nimmt, wirken sich Heilpilze mit ihren Inhaltsstoffen auf nahezu den gesamten Körper aus.
  • Das liegt unter anderem an den vielen unterschiedlichen Enzymen, welche in diesen enthalten sind.
  • Circa 5.000 Enzyme sind alleine in die verschiedenen Prozesse des Stoffwechsels verwickelt. Fehlt ein Enzym, gerät der Stoffwechsel immer mehr in Ungleichgewicht. Dieses kann mit der Einnahme der Heilpilze in den meisten Fällen wieder hergestellt werden.

 

Welche Heilpilze gibt es?

Wenn davon die Rede ist, dass die Natur dem Menschen alles gibt, was er braucht, ist dies nicht unbedingt verkehrt. Denn mit den folgenden drei Heilpilzen bekommt die Menschheit ein wirksames und vielseitig einsetzbares Heilmittel zur Verfügung gestellt, welches sich auf den gesamten Körper auswirkt.

Reishi

Auch unter dem Namen „Pilz der Langlebigkeit“ oder „Pilz der Hundertjährigen“ bekannt, erfreut sich vor allem dieser Heilpilz einer großen Beliebtheit. Mit seinen Inhaltsstoffen soll er vor allem altersbedingten Symptomen und Krankheiten vorbeugen und diese unter Umständen heilen können.

Indem er sich positiv auf das Immunsystem auswirkt:

  • bekämpft er mit seiner antioxidativen Wirkung den oxidativen Stress.
  • schützt er die Nervenzellen und stimuliert zur selben Zeit das Neuritenwachstum.
  • senkt er den Blutzucker-, und den Cholesterinspiegel.
  • wirkt er Entzündungen im Körper entgegen und beugt diesen vor.
  • unterstützt Entgiftungsprozesse der Leber und wirkt somit auch entzündungsbedingten Krankheiten der Leber entgegen.
  • reduziert er den chronischen Stress, welcher sich auf die Nebenniere auswirkt.
  • wirkt er allgemein beruhigend.

Chaga

Während es sich beim Reishi Pilz um einen Heilpilz aus der TCM handelt, ist Chaga das russische Gegenstück. Ebenfalls als „Anti-Aging“-Mittel, soll sich dieser Pilz auf die unterschiedlichsten Krankheiten auswirken, Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Krebserkrankungen.

Chiga soll:

  • bei der Bekämpfung der Krebskrankheiten helfen.
  • Chronische Entzündungen, welche an der Wurzel vieler Erkrankungen des Stoffwechsels stehen, lindern und heilen.
  • Abhilfe bei Pankreatitis schaffen.
  • die Darmflora effektiv beruhigen.
  • die Gewichtszunahme verhindern und in diesem Zusammenhang der Fettleber vorbeugen.
  • ein sehr starkes und effektives Antioxidans sein.
  • sich positiv auf den allgemeinen Zustand der Menschen auswirken.

Raupenpilz

Der Name des Heilpilzes kommt nicht von ungefähr. Er befällt Raupenlarven, frisst sich durch die Raupe und kann sich dann, durch die Sporenbildung, ausbreiten. Dass es sich bei diesem Heilpilz um ein wahres Wundermittel handelt, zeigt die Tatsache, dass dieser in Tibet als Zahlungsmittel akzeptiert wird und somit denselben Stellenwert, wie Gold genießt.

Die Raupenpilze, welche sich die Menschen auf dem legalen Markt kaufen können, werden nicht mit Raupen, sondern mit Bioreaktoren gezüchtet, bringen dennoch dieselben positiven Wirkungen mit sich. So soll der Raupenpilz:

  • bei starkem Schwitzen in der Nacht helfen.
  • den hohen Blutzuckerspiegel senken.
  • schlechtes Cholesterin reduzieren.
  • die Blutfettwerte senken.
  • bei verschiedenen Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Asthma Abhilfe schaffen.
  • bei Nierenproblemen für eine Linderung sorgen.
  • die Probleme des Herz-Rhythmus-Systems lindern.
  • Blutgerinnseln vorbeugen.
  • Krankheiten der Leber, wie zum Beispiel Hepatitis bekämpfen.
  • Allgemein antibakteriell wirken.
  • Entzündungen im Körper lindern.
  • die Libido erhöhen.
  • die Durchblutung fördern und somit steigern.
  • die kognitiven Fähigkeiten verbessern.
  • effektiv gegen chronische Erschöpfung und Müdigkeit vorgehen.

Wichtige Inhaltsstoffe

Wie schon gesagt, verfügen Heilpilze über viele verschiedene Inhaltsstoffe, von welchen die Nutzer auf unterschiedlichste Art und Weise profitieren können.

Einige Inhaltsstoffe wurden bereits erwähnt. In Heilpilzen zu finden sind unter anderem:

  • Triterpene
  • Viele unterschiedliche, wichtige Enzyme
  • Spurenelemente und Mineralstoffe, wie zum Beispiel das blutdrucksenkende Kalium
  • Ballaststoffe der Klasse der antioxidativen und antibakteriellen ß-Glukane
  • Immunstärkende Glykoproteine
  • Phosphor
  • Selen
  • Kalzium
  • Eisen
  • Kupfer
  • Unterschiedliche ebenfalls wichtige Vitamine, vor allem der Gruppe B  (B1, B2, B3, B6, B12)
  • Die Vitamine A, C, D und E
  • Chitin, welcher das Immunsystem anregt und trainiert, um sich besser gegen Parasiten wehren und von diesen befreien zu können. Chitin trägt auch zu einer schlanken Linie bei, indem der Wirkstoff die Fettabsorption im Darm reduziert.
  • Glucosamin als Bestandteil von Chitin. Glucosamin wirkt sich vor allem auf Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochenstrukturen aus.

Heilpilze richtig einsetzen

Um von den vielen positiven Effekten der Heilpilze profitieren zu können, müssen diese richtig verwendet werden.

  • Am besten greift man auf ganze Pilze oder Pilzpulver zurück.
  • Um effektiv gegen chronische Erkrankungen vorgehen zu können und von der Entzündungshemmung, sowie der aktiven Bekämpfung der Tumore zu profitieren, sollte ein Extrakt zum Einsatz kommen. In diesen sind die Wirkstoffe höher dosiert und können eine nachhaltige Wirkung im Körper erzielen, ohne dafür jeden Tag Unmengen an Pilzen essen zu müssen.
  • Die Produkte müssen frei von Pestiziden, Schwermetallen und anderen Schadstoffen sein.

Vorteile der Pilze

Wie unschwer an den vielen positiven Inhaltsstoffen und damit im Zusammenhang stehenden Wirkungsweisen der Heilpilze zu erkennen ist, bringen diese natürlichen Heilmittel eine Vielzahl an Vorteilen mit sich, von welchen die Menschen profitieren können.

Vor allem in dem Bezug auf Krebserkrankungen, bringen die Heilpilze viele Vorteile mit sich:

  • Um sich die ganze Sache zu veranschaulichen und in Zahlen zu betrachten, reicht es aus, sich vor Augen zu führen, dass 40% aller pharmazeutischen Wirkstoffe aus Pilzen stammen. Ein allgemein bekanntes Beispiel sind in diesem Zusammenhang die Antibiotika.
  • Auch Studien, welche die unterschiedlichen Heilpilze intensiv untersuchen, zeigen das große Potenzial auf, welche von diesen ausgeht. Vor allem in dem Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen haben sich diese als äußerst wirksam herausgestellt.
  • Im Jahr 2009 hat eine Studie bewiesen, dass Frauen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um bis zu 60% senken können, wenn sie 4 Gramm getrocknete Pilze täglich zu sich nehmen.
  • Weitere Studien in dem Bezug auf die komplementäre Krebstherapie liefern ebenfalls positive Ergebnisse. Die Studien zeigen auf, dass die Extrakte der unterschiedlichen Heilpilze dafür sorgen, dass der Körper besser und positiver auf die Chemotherapie reagiert. Dazu reduzieren die Wirkstoffe die unangenehmen Nebenwirkungen der Krebsbehandlung, was wiederum zu einer Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität der Betroffenen führt.
  • Die Überlebenschance von Krebspatienen soll durch die Einnahme der Heilpilze aufgrund ihrer antitumoralen Wirkung um bis zu 32 Prozent erhöht werden.

Neben den Vorteilen bei Krebserkrankungen, bringen Heilpilze weitere positive Eigenschaften mit sich:

  • Sie stärken das Immunsystem mit dem hohen Gehalt an ß-1,3-1,6-Glucan.
  • Sie wirken entzündungs-, und schmerzlindernd, was an dem hohen Gehalt an Triterpenen in Heilpilzen liegt.
  • Als Tonika unterstützen die Heilpilze die Leber und die Niere, indem sie diese beiden Organe aktiv entgiften und von Schadstoffen befreien.
  • Heilpilze beruhigen das zentrale Nervensystem und regen dieses zu derselben Zeit dazu an, zu wachsen.